Kuba 

im Februar 2017


 

Mit dem Flieger von Wien nach Havanna. Als ich ankomme wird es gerade dunkel. Ich habe zwei Nächte in einem der besten Hotels der Insel, dem Hotel Inglaterra im Zentrum, gebucht. Bereits am Flughafen weiche ich den professionellen Touristentaxis aus und ein Einheimischer, der mit mir im Flieger sitzt und etwas deutsch spricht, quetscht mich ich ein Sammeltaxi und statt der üblich 20-30 KUKs, komme ich mit drei KUKs (ein KUK ist etwa 1 Euro) ins Hotel. Dafür zahle ich im Hotel 200 Euro pro Nacht. Ab dem dritten Tag schlafe ich daher nur mehr in Privatzimmern für 20 KUKs. Insgesamt bleibe ich neun Tage auf Kuba – ohne mich zu rasieren. Das Bild zeigt es deutlich 😉

 


 

 Havanna

Havanna ist laut aber baufällig. Manche Häuser sehen mehr als baufällig aus. Ich wundere mich regelrecht, dass manche von den Gebäuden überhaupt noch stehen. Ein Kubaner erzählt mir, dass er sein Haus gerne renovieren würde, aber es fehlt das Geld. Aber selbst wenn er das Geld hätte, es würde Anden nicht vorhandenen Baumaterialien auf der Insel fehlen. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, dabei wollen sie aber immer etwas andrehen.

 

Bilder Havanna

 

Malacon, Havanna

Die Uferstraße in Havana ist die Lebensader der Stadt. Dort trifft man sich, redet, lacht, streitet und flanieren die Habaneros. Bei der richtigen Wetterlage donnern die Wellen gegen die Steinmauer und überschwemmen die Straße. Da steht auch das Hotel International, das durch die MAfiatreffen in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt wurde. Hier wurden die Zuständigkeiten der amerikanischen Mafia besprochen und die Rayone eingeteilt. Bis ein gewissen Fidel Castro kam und mit einer Handvoll Revolutionäre die Insel eroberte.

 

Bilder Malacon

 

Trinidad

Mit einem Privattaxi (ohne Lizenz oder ähnlichem) von Havanna nach Trinidad an der Südküste Kubas. Die Stadt ist 500 Jahre alt und hat sich den altertümlichen Charme bewahrt. Die Straßen sind mit einfachen Steinen gepflastert und die Menschen leben in kleinen Häusern. Wenn die Touristenbusse aus Havanna kommen, wird schnell ein Markt mit Souvenirs aufgebaut und wenn die Touristen wieder weg sind, ist es sehr ruhig. Die Restaurants sind übersichtlich und bieten gute regionale Küche. Viel Fisch, Hummer und natürlich Hühner in allen Variationen. Die Strände sind ein Traum und hier habe ich mich richtig wohl gefühlt. Eigentlich wollte ich nur zwei Nächte bleiben. es sind dann aber vier daraus geworden.

Bilder Trinidad

 

 Cuba Cars

Alleine schon wegen der unzähligen Oldtimer ist Kuba ein Paradies für Fotografen. Solche Autos sieht man sonst nur im Museum. Aufgrund des strikten Embargos, können Kubaner nur sehr schwer ein Auto einführen. Außerdem fehlt das Geld. Also pflegt man die Karosserien aus den fünfziger- und sechziger Jahren des letzen Jahrhunderts. Kein einziger Wagen würde bei uns eine amtliche Zulassung bekommen, aber die Kubaner sind Weltmeister im Improvisieren. So bauen sie japanische und russische Motoren in die geschwungenen Karosserien ein. TÜV? Wer braucht das schon?
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Bilder Cuba cars

 

 Model-Shooting

Ich ging gerade zum Hotel in Havanna, als ich in der Nähe ein Fotoshootings bemerkte. Das war der (im Grunde einzige) Moment, als ich bereute, dass ich kein starkes Zoom dabeihatte. Aber meine Leica ist eine Vollformatkamera und da kann man schon etwas croppen (also zuschneiden, bis der Ausschnitt passt). Also habe ich mich einfach hinter den Fotografen gestellt (Canon mit einem 70-200mm Objektiv) und habe mit meiner 28mm-Fixbrennweite mitgeknispt. Hat zwar weder ihm, noch seinen beiden Assistentinnen gefallen, aber gesagt hat keiner was (Ich hätte es wohl auch nicht verstanden, weil mein Kubanisch eher rudimentär ausgebildet ist.). Dem Model wars egal.

Bilder Model-Shooting